Materialnachweise nach DIN EN 10204
Werkszeugnis DIN EN 10204 bei der Beschaffung von Zeichnungsteilen
PartsMake stellt zu gefertigten Zeichnungsteilen die geforderten Werksbescheinigungen und Abnahmeprüfzeugnisse bereit. So bleiben Materialdaten, Chargen und Prüfergebnisse für wiederkehrende Bauteile nachvollziehbar.
- Rückverfolgung
- Wärmenummer und Charge
- Nachweis
- Chemische und mechanische Werte
- Dokumentation
- Prüfmappe zum Auftrag
Dokumenttypen
Welches Werkszeugnis nach DIN EN 10204 passt zum Auftrag?
Die Zeugnisart richtet sich nach Werkstoff, Stückzahl, Projektphase und gefordertem Prüfumfang. Bereits im Angebot wird ausgewiesen, welcher Nachweis vorgesehen ist.
Werksbescheinigung 2.1
Bestätigt die Übereinstimmung mit der Bestellung, jedoch ohne konkrete Prüfergebnisse.
Werksbescheinigung 2.2
Ergänzt die Konformitätsbestätigung um typische Werte aus der laufenden Produktion.
Abnahmeprüfzeugnis 3.1
Enthält konkrete Prüfergebnisse der Schmelze oder Charge und ist mit dem Wärmenummern-Nachweis verknüpft.
Rückverfolgbarkeit
Materialnachweis direkt mit der Charge verknüpft
01
Die Wärmenummer wird im Fertigungsauftrag hinterlegt und begleitet die Materialdokumentation.
02
Bei Stahl, Edelstahl und Aluminium werden 3.1-Zeugnisse aus den Ursprungszeugnissen der Schmelze bereitgestellt.
03
Zusätzliche Fremdprüfungen werden auf Wunsch organisiert; wiederholte Laborleistungen werden nicht auf eigene Kosten übernommen.
Fertigungsverfahren
Verfahren und zugehörige Materialnachweise
Die folgende Übersicht zeigt gängige Kombinationen. Vor Fertigungsstart wird geprüft, ob die bestellte Charge ein 3.1-Zeugnis mitliefert.
| Verfahren | Typische Werkstoffe | Verfügbares Zeugnis | Prüfumfang |
|---|---|---|---|
| CNC-Fräsen / Drehen | 1.4301, 1.4404, 1.7131, AlMgSi | 2.2 oder 3.1 | Chemische Analyse, Rm, Rp0,2, Härte |
| 5-Achs-Bearbeitung | 7075-T6, 1.4541, 1.4571 | 3.1 | Wärmenummer und mechanische Werte |
| Langdrehen | 1.0718, 1.7139 | 2.2 | Typische Werte |
| Blechbearbeitung | DC01, 1.4305 | 2.1 oder 2.2 | Werksbescheinigung |
| Präzisionsschleifen | 1.3505, 1.2379 | 3.1 | Härteverlauf und chemische Werte |
Projektpraxis
Dokumentation passend zu Ihrer Projektphase
Prototypenphase
Oft genügt eine 2.1-Erklärung zur Materialkonformität.
Kleinserie und Serienbeschaffung
Bei der Freigabe einer Kleinserie oder der Übernahme in die Serienbeschaffung wird häufig auf 3.1 gewechselt.
Sondermaschinenbau
Für Halterungen, Grundplatten und Vorrichtungsteile in Losen von 20 bis 300 reicht meist ein 2.2-Zeugnis.
Erweiterte Prüfmappe
Wenn Projekte mehr als ein Materialzeugnis benötigen
Bei Automatisierungsprojekten mit wiederkehrenden Robotergelenken oder Linearführungen sichern 3.1-Zeugnisse die Chargenkonstanz über mehrere Lieferungen.
Entwicklungsabteilungen aus Halbleitertechnik und Präzisionsmesstechnik verlangen zusätzlich häufig Rauheitsprotokolle und CMM-Berichte. Diese Dokumente werden zusammen mit dem Materialzeugnis in einer Prüfmappe zusammengestellt.
Prüfumfang besprechenAblauf
Fertigung und Dokumentation aus einem abgestimmten Prozess
Fertigungsdatensatz
CAD-Daten, Werkstoffvorgabe und gewünschtes Zeugnis werden nach Auftragseingang zusammengeführt.
Materialbestellung
Bestellt wird bei Lieferanten, deren Schmelzen 3.1-Zeugnisse mitführen.
Fertigung und Prüfung
Zwischenmaße werden dokumentiert; nach der Oberflächenbehandlung erfolgt die Endprüfung.
Prüfbericht
Das vollständige Dokumentationspaket wird gemeinsam mit dem Materialzeugnis ausgegeben.
Fragen zur Auswahl
Häufige Fragen zu Werkszeugnissen
RFQ mit Materialanforderung
Zeichnung, Werkstoff und Zeugnisart gemeinsam anfragen
Laden Sie Ihre Zeichnung hoch und nennen Sie die gewünschte Zeugnisart 2.1, 2.2 oder 3.1. Ergänzen Sie bei Bedarf Angaben zu Zusatzprüfungen. Sie erhalten innerhalb von zwei Werktagen ein Angebot mit ausgewiesener Dokumentationsleistung.
E-Mail:
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